In diesem Blogartikel möchte ich dir erklären wie du von der Anmeldung auf Twitter in die Umsetzung kommst und die Plattform sinnvoll einsetzt. Dabei richte ich mich an Einzelpersonen, die unter ihrem Klarnamen twittern möchten, ihr Netzwerk erweitern und ihren Expertenstatus stärken wollen. Im Verlauf des Artikels wirst du die Basis-Funktionen von Twitter kennenlernen und wissen wie du loslegen kannst. Alles was dann noch fehlt, ist, dass du das dann auch tust und vor allem auch FREUDE dabei empfindest.
Was ist Twitter? (dt. “Zwitscher”)
Dem Anschein nach könnte man davon ausgehen, dass sich auf dem Sozialen Netzwerk Twitter alle lieb haben und wie die Kanarienvögel friedlich alle miteinander tweeten (auf deutsch übersetzt = zwitschern). Twitter wirkt von außen betrachtet jedoch eher als abgehoben, elitär und akademisch. Der Ein oder Andere empfindet die Plattform vielleicht sogar als Ort des Pöbel, als unnütz oder als Hassverbreitungsmaschine auf der Egozentriker wie Trump das Sagen haben. Ja man kann es nicht verleugnen, manch einer scheint einen Vogel zu haben, ein anderer plappert alles nach wie ein Papagei und manche krächzen um die Wette wie die Krähen. Aber sind wir doch mal ehrlich. In solch einer Gesellschaft leben wir. Twitter ist keine Fake-Welt und es geht auch nicht darum nur schöne Bilder zu posten, um ein lupenreines Image zu erzeugen. Twitter ist echt, Twitter ist ehrlich und Twitter ist Gesellschaft. Darum liebe ich die Plattform und darum nutze ich sie auch so gern. Ist der Twittervogel also ein Kanarienvogel, ein Papagei, eine Krähe, eine Elster, ein Storch oder ein Rabe? Die Wahrheit liegt tatsächlich, wie so oft im Leben, irgendwo dazwischen, denn Twitter ist divers.
Twitter ist ein Ort des Austauschs, der Vernetzung, der Information, der Weiterbildung und des gesellschaftlichen Miteinanders und des sich Kennenlernens. Menschen und Unternehmen halten dort für sie wichtige Aussagen, Gedanken und Momente in kurzen Texten, Bildern und Videos fest. Die Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut auf Twitter und Gott sei Dank wird mehr und mehr dem Verbreiten von falschen News, Hate Speech und Co vorgebeugt. Bevor wir uns anschauen wie man sich auf Twitter anmeldet und auf der Plattform aktiv wird, betrachten wir welche Probleme meistens am Anfang auftreten, um diese gleich gemeinsam zu überwinden.
Häufige Probleme
Ein häufig genanntes Problem ist, dass Menschen das Gefühl haben, dass sie auf Twitter niemanden kennen. Lösungsgedanke: Keine Sorge, darum geht es ja! Du willst neue Leute, neue Kontakte und mehr Menschen kennenlernen. Über Twitter entdeckt man Menschen und Organisationen, die ähnlich denken, die im gleichen Feld aktiv sind und gemeinsam wachsen wir täglich Schritt für Schritt, nähern uns an und erweitern so unser Netzwerk. Keinen zu kennen ist also gut.
Dann haben viele auch das Gefühl nicht wahrgenommen zu werden, wenn sie twittern. Lösungsgedanke: Achte nicht auf die anderen, sondern kommuniziere in erster Linie für dich und sekundär für die anderen. Tweete Gedanken, die Dir wichtig sind. Retweete Tweets, die Dir gefallen. Antworte auf Beiträge, die Dich interessieren. So lernen die anderen mehr über dich wie wenn du versuchst es ihnen recht zu machen. Der positive Nebeneffekt ist, dass es dir egal ist wie viele das Liken, Lesen oder mit deinem Content interagieren. Du überzeugst mit der Summe deiner Taten und nicht mit dem einen perfekten Tweet, den jeder sehen soll.
Problem Nummer drei ist, dass man innerlich denkt, man hätte nichts zu sagen oder dass das was man sagen möchte, nicht wichtig genug ist, um darüber zu sprechen/tweeten. Lösungsgedanke: Nimm dich selbst und deine Meinung wichtig. Sieh die schönen Dinge in deiner Arbeit, erzähle von Alltäglichem, das du bemerkenswert findest, überleg dir was dich inspiriert und schreib darüber. Die Zeichenanzahl von Twitter ist stark begrenzt, es muss ja kein Roman sein, sondern 1 bis 3 Sätze maximal. Je öfter du dich traust deine Worte zu veröffentlichen, desto selbstverständlicher wird es. Wer auf Twitter öfters mal “öffentlich spricht”, tut sich damit in der Öffentlichkeit auch weniger schwer.
All die genannten Probleme, welche häufig persönliche Empfindlichkeiten sind, werden klein, wenn man sich vor Augen führt, was man mit Twitter erreichen kann. Es sind nicht nur Prominente und Politiker, die Dank Twitter mehr Öffentlichkeit für sich und ihre Themen bekommen. Es sind vor allem auch Menschen wie du und ich, die Twitter als Sprachrohr nutzen können. Es ist ein mächtiges Tool, das dich auf deiner Mission begleitet. Mach deine persönliche Mission für eine bessere Welt, eine digitalere Gesellschaft, weniger Konsum oder nachhaltiges Wirtschaften zu einer gemeinsamen Mission zusammen mit den anderen Twitternutzern. Ich selbst habe das Glück gehabt auf meiner fast 5-jährigen “Twitter Mission” viele wunderbare Menschen kennengelernt zu haben. Mir wurden die Augen geöffnet für Diversität, wichtige gesellschaftliche Themen, tolle Organisationen und Aktionen, die alle ein Ziel haben: Eine lebenswerte Zukunft in Gemeinschaft und Frieden. Du findest, du bist ein mündiger Bürger? Super! Dann setz dich für den gesellschaftlichen Diskurs ein und bring dich ein.
Johanna’s persönliche Twitterreise
Mit Twitter warm zu werden, Anschluss zu finden und in den Genuss unterschiedlicher Vorzüge dieses Nachrichtendienstes zu kommen, ist nicht immer leicht. Mir ging es zu Beginn auch so.
Nur hatte ich das Glück schnell die ersten Aha-Momente zu sammeln. Ich habe mich im September 2015 kurzentschlossen angemeldet und die Plattform bei einem Barcamp ausprobiert. Ich war begeistert von der Leichtigkeit des Netzwerkens und des Austauschs. Dank Twitter waren alle Teilnehmer über die Veranstaltungsräume hinweg darüber informiert was hinter den verschlossenen Türen der anderen Sessionräume stattfand. Als ein WDR Kanal dann noch einen Tweet über meinen Impulsvortrag verfasste, packte mich das Twitter-Feuer. Nie hätte ich mir vorstellen können so schnell und mühelos mit den Medien in Kontakt zu kommen. Ich war ab dem Moment “unstoppable”, die Kombination aus Recherche, eigenem Projekt und Partizipation wurde von da an Dreh und Angelpunkt meiner Arbeit. Heute, 6.000 Follower später, bin ich nach wie vor begeistert von der Plattform. Ihr habe ich 4 erfolgreiche, lehrreiche und partizipative Jahre als Geschäftsführerin eines Sozialunternehmens zu verdanken, einen Großteil meiner über 300 Kunden und über Tausend Veranstaltungsbesucher. Und es ist natürlich nicht nur die Plattform allein, sondern die Menschen, die ich dort kennengelernt habe. Danke, dass du ein Teil dieser Reise bist. Wir sehen uns auf Twitter! 🙂
Du würdest gern wissen wer “ich” ist? Dann schau dir gern meine “Über mich” Seite an:
Die Vorgehensweise: Von der Anmeldung zum “aktiven” Handeln
Ok jetzt bist du vorbereitet, jetzt kann es losgehen. Lass uns Schritt für Schritt erarbeiten, wie man sich bei Twitter anmeldet und wie man dann auf der Plattform aktiv wird. Im Prinzip ist die Nutzung von Twitter nicht schwer:
1) Die Anmeldung:
Sie dauert ca. 5 bis 10 Minuten. Du gibst deine E-Mail-Adresse oder Telefonnummer hierfür ein, diese kannst du hinterher auch wieder ändern. Dir werden im Anmeldeprozess auch Themen und Twitteraccounts vorgeschlagen. Wichtig dabei ist, dass du keinem der dir vorgeschlagenen Accounts folgst. Twitter schlägt dir dort ein paar beliebte Accounts vor. Ihnen zu folgen, kann allerdings direkt zu einer Überforderung nach der Anmeldung führen. Geh es ruhig an und folge erstmal niemandem. Momentan fragt Twitter beim Anmelden auch nicht welchen Usernamen du gern hättest, sondern generiert dir automatisch einen anhand deiner Namensangabe. Hier solltest du direkt nach der Anmeldung unter “Einstellungen” deinen Benutzernamen anpassen. Dieser ist sehr wichtig und dein Nutzername muss kürzer als 15 Zeichen und einzigartig sein. Wähle ihn weise, denn in der Regel sollte man den Nutzernamen nicht ändern, da dadurch alle Verlinkungen mit deinem Namen aus der Vergangenheit verloren gehen. Der Username sollte gut merkbar, eng an deinen Namen oder Beruf angelehnt sein und zu dir passen.
2) Profil aufsetzen
Wenn du bei der Anmeldung alles richtig gemacht hast, folgst du noch keinem Account und deine Startseite ist noch leer. Als erstes setzt du nun dein Profil auf. Gehe auf dein eigenes Profil und wähle “Profil bearbeiten” aus. Klicke auf das runde leere Profilbild-Feld und lade ein nettes Bild von dir hoch. Nett, denn wir sind hier nicht beim Bewerbungsgespräch und wenn dein Bild dazu einlädt, dass man Lust hat sich mit dir auf ein Käffchen zu treffen, dann ist es optimal. (Bitte nicht missinterpretieren. Es geht um den symbolischen Gedanken, nicht darum sich mit jedem auf einen Kaffee zu treffen.) Zu sehr nach Freizeit und privatem Look sollte es nicht aussehen, aber auch nicht so chic wie wenn du jetzt gleich bei der Bundespressekonferenz sprichst. 🙂 Spaß bei Seite. Das Profilbild ist wichtig und darf gern von einem richtigen Fotograf*in gemacht sein, aber sollte kein klassisches Bewerbungsfoto sein.
Als nächstes lädst du ein Titelbild hoch indem du auf das noch leere Titelbild klickst. Du kannst es so oft du es möchtest wechseln, beim Profilbild solltest du jedoch versuchen ein Jahr oder länger (Daumenregel) bei dem gleichen zu bleiben und es nur dann zu updaten, wenn es nötig ist. Dein Profilbild ist nämlich ein wichtiger visueller Anker anhand dem dich deine Follower erkennen. Wenn du Profilbild und Titelbild hochgeladen hast, schreibst du eine aussagekräftige Biografie – das meist unterschätzte und wichtigste Element deines Profils.
Anhand der Biografie entscheiden sich die Leute dir zu folgen, also dich in ihrem Netzwerk haben zu wollen oder eben nicht. Schreibe die wichtigsten Aspekte zu deiner Person in die auf 160 Zeichen begrenzte Kurzbiografie und überlege dir was dich besonders macht. Würdest du dir anhand deiner Biografie selbst folgen? Ja? Super, dann kannst du sie erstmal so lassen und mit der Zeit optimieren. Nein? Dann bring Humor ein, nutze Hashtags zu Themen, die dir wichtig sind (#Klimaschutz, #BlackLivesMatter…), stelle deine Autorität noch mehr heraus oder schreibe zum Beispiel über deine Mission.
Twitter fragt dich zudem nach deinem Geburtsdatum. Wenn du es eingibst, dann achte darauf, dass es Sicherheitsgründen auf geheim gestellt ist. Als letztes würde ich an deiner Stelle unter “Standort” unbedingt die Stadt oder das Dorf angeben in dem du derzeit lebst. Wenn du das nicht preisgeben magst, kannst du auch deine vorherige Heimatstadt angeben. Das hilft dabei, dass sich Menschen aus deiner Stadt mit dir vernetzen können.
3) Twittern, folgen und Startseite anschauen
Prima, nun könntest du auch schon deinen ersten Tweet veröffentlichen, wenn du das möchtest und damit beginnen anderen Accounts zu folgen. Wenn du nicht lange fackeln und gleich loslegen willst, dann schreibe folgenden Tweet:
Hey #Twitter, ich bin [Name] und habe mich auf Twitter angemeldet, weil [dein Grund/Motivation/Mission]. #MeinErsterTweet
Dir folgt ja noch keiner, also sieht es auch vorerst noch niemand, aber vielleicht hast du Glück und die ersten, die sich dein Profil anschauen, weil du ihnen folgst, sind direkt begeistert und sie supporten dich mit einem Like, einem Antworttweet und mit einem “Follow back”. Aber bitte nicht enttäuscht sein, wenn nicht. Aller Anfang bedarf Übung und Zeit. Welche Arten von Tweets es gibt, erkläre ich dir gleich auch noch, aber eins nach dem anderen. Twitter funktioniert ganz leicht. Auf deinem Profil siehst du alle Tweets, die du verfasst oder retweetet hast. Auf der Startseite hingegen siehst du alle Tweets, die von den Leuten abgesetzt wurden, denen du folgst. Und das war es im Prinzip auch schon.
Jetzt ist es wichtig, dass du ein paar Leuten folgst. Du kannst unter “Entdecken” die Suchfunktion verwenden und nach konkreten Personen suchen, die du (persönlich) kennst. Diese sollten dir in der Regel zurückfolgen, weil sie sich freuen, dass du jetzt auch da bist. Sei gern mutig und twittere deine Kontakte an indem du einen “Schöne Grüße, freue mich auf den Austausch mit euch …@Person1, @Person2, @Person3,…” Tweet aufsetzt und sie mit dem @Zeichen markierst. Sie werden dann benachrichtigt, dass du sie markiert hast und folgen dir vermutlich, sobald sie die Nachricht bekommen haben, zurück. Außerdem kannst du in dem Suchfeld auch den Namen deines Arbeitgebers, eurer Konkurrenz und ähnlicher Organisationen eingeben. Wenn deine Arbeitgeberorganisation auf Twitter ist, kannst du mal schauen wer diesem Profil folgt und wem sie folgen – vielleicht findest du so ja den ein oder anderen Kollegen oder die ein oder andere interessante Persönlichkeit, der du folgen möchtest. Als nächstes kannst du mal den Namen deines Wohnortes in das Suchfeld eingeben und unter der “Personen”-Suche schauen welche Accounts diesen Standort auf ihrem Profil angegeben haben.
Prüfe zwischendurch auch mal wie deine Startseite sich langsam füllt und ob schon Tweets dabei sind, die dich interessieren. Wenn sie interessant sind, dann zögere nicht auf das Herz zu drücken. Im Prinzip ist die Like-Funktion dafür da, um zu schauen, wie sehr die Botschaft mit den Menschen in Resonanz geht. Je mehr Likes (und Retweets), desto mehr Leute sehen die Botschaft. Der User ist der bessere Algorithmus auf Social Media. Auf Twitter kannst du einstellen, dass du JEDEN Tweet von allen, denen du folgst, siehst. Als nächstes kannst du beispielsweise Accounts finden, indem du im Suchfeld passende Hashtags (Rautezeichen #UndDirektDahinterDasWort) eingibst. Bist du zum Beispiel Lehrer? Dann probiere den Hashtag #Schulsystem ausprobieren. Die wirst verblüfft sein wie viel Gesprächsstoff und interessante Accounts du dann finden wirst.
Solltest du jetzt erstmal eine Lese- und Lernpause brauchen, kein Problem. Setze Schritt 1 sowie 2 und 3 um und mach mit Schritt 4 und dem zweiten Teil an einem anderen Tag weiter. Aber warte nicht zu lang und schiebe es nicht vor dir her. Das kostet nur unnötig Zeit und Energie.
Halbzeit: Umsetzungs- und Verschnaufpause erlaubt
4) Auf Twitter angekommen und was dann?
Wenn du Schritte 1 bis 3 bewältigt hast, kannst du in den aktiven Netzwerkaufbau gehen. Du kannst Listen anlegen und diese nach Personengruppen oder Themen sortieren, du kannst die Suchfunktion für deine Themenrecherche nutzen oder versuchen für dich interessante Persönlichkeiten zu finden. Außerdem kannst du aktuellen Trends folgen und dir anschauen worüber die Twitterwelt gerade spricht. Wie das geht und was man machen kann, wird dir gleich unter “Die unterschiedlichen Funktionen von Twitter” erklärt. Du bist herzlich eingeladen die Theorie in die Praxis umzusetzen.
Du möchtest die Anleitung lieber in Form von Erklärvideos haben und dein Plattformverständnis vertiefen? Kein Problem! Dieses Wissen kannst du im Rahmen der “LIFT Akademie” erwerben – LIFT steht für: Linkedin, Instagram, Facebook und Twitter.
“And Action!” Worauf wartest du?
Für Menschen, die sich weiterbilden möchten, die ihre Expertise mit anderen teilen und die sich politisch interessieren sowie engagieren wollen, für die ist Twitter genau das richtige!
Das spricht dich nicht an?
Dann hast du jetzt entweder die Wahl zu sagen, dass du Twitter nicht nutzen möchtest oder du gibst der Plattform eine Chance und du nimmst dir mal vier Wochen lang vor sie aktiv zu testen. Wer sich dort einen Monat lang einbringt, sich mit Leuten vernetzt und das kollektive Wissen bereichert, der hat die Chance, eine spannende intellektuelle neue Welt zu entdecken in der Fremde zu Gleichgesinnten, Bekannten oder sogar Freunden werden.
Ließt du den Text gerade, weil du Teil des “LIFT your Company” Programms deiner Firma bist? Dann gilt der kommende Call to Action besonders dir und ich ermutige dich in deinem eigenen Interesse mal folgendes umzusetzen:
Gerade am Anfang gilt:
Sei mutig, probiere dich aus und investiere am besten 2 bis 5 mal pro Woche jeweils 15 Minuten in Twitter. Vergesse dabei nicht zu tweeten, liken, retweeten, antworten, folgen sowie Listen zu pflegen und Direktnachrichten zu senden. Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen, also trau dich anzufangen, dich auszuprobieren und gönn dir Fehler zu machen. =)
Für alle, die LIFT your Company noch nicht kennen:
Hier klicken, um sich zu informieren.
Die unterschiedlichen Funktionen von Twitter
Für den Fall, dass du noch nicht vertraut mit der Plattform und ihren Möglichkeiten bist, hier kommen die wichtigsten Grundlagen, die du über Twitter wissen solltest:
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Tweet:
Ein wichtiges Merkmal Sozialer Netzwerke ist die Möglichkeit sich mit den anderen Plattformnutzern auszutauschen. Dies geschieht über die Veröffentlichung von Beiträgen, sogenannten Postings oder in Twitters Fall nennt man sie Tweets. Alles dreht sich auf Twitter rund um die Kurznachrichten (Tweets). Daher folgt hier eine ausführliche Übersicht über die unterschiedlichen Tweetarten für dich:
- Eigener Tweet (Von dir persönlich abgesetzter “normaler” Tweet)
- Einzeltweet: (Dein Statement in 280 Zeichen + ggf. Mediendatei)
- Text: Ein Tweet ohne Text? Fast unvorstellbar – einzige Ausnahme = GIF’s. Versuche deine Gedankengänge in den dir zur Verfügung stehenden 280 Zeichen zusammenzufassen. “Ketten-Tweets” nennen sich auf Twitter Thread und das ist eine besondere Tweetkategorie. Drück dich lieber in Einzeltweets mit einer klaren Botschaft und/oder einem Call to Action (einer Handlungsauffordeung) aus.
- Foto: Visuelle Bilder auf Twitter waren, als das Mini-Blog-Netzwerk noch in den Kinderschuhen steckte, unvorstellbar und mittlerweile sind sie sehr wichtige Eye-Catcher. In einem Tweet sind bis zu 4 Bilder zulässig und du darfst zudem 10 Accounts markieren (sie bekommen dann darüber eine Benachrichtigung und andere können sehen wen du getagged (anderes Wort für markiert) hast). Fotos können die Interaktion steigern, denn ein Bild sagt, wie wir alle wissen, mehr als tausend Worte. Da wir auf Twitter nicht so viel Platz für Text haben, darfst du gern regelmäßig auf das Medium Bild zurückgreifen. Tipp: Mache bei Veranstaltungen mit deinem Smartphone atmosphärische Bilder, achte darauf, dass der gesetzliche Datenschutz eingehalten wird und tweete die Bilder dann direkt auf Twitter mit einer kurzen Erklärung. Tweete kein Bild ohne Text.
- Kollage: Kollagen sind Kompositionen in denen aus mehreren Bildern ein einziges Bild wird. Wenn sie gut gemacht sind, können sie auf einen Blick in einer Datei eine gesamte Geschichte erzählen, Abläufe darstellen und einen Moment aus unterschiedlichen Perspektiven festhalten.
- Grafiken: Grafiken können Fakten verdeutlichen, Zitate abbilden, Prozesse verständlich erklären und über Illustrationen Geschichten erzählen, die sich mit einem Foto nur schwer darstellen lassen. Grafiken können reine Bildgrafiken, Textgrafiken oder auch eine Mischung aus beidem sein. Du weißt nicht wie du so eine Grafik erstellen kannst? Dann probiere unbedingt mal canva.com aus. 😉
- Video: Sie erlauben dir dich ausführlich zu artikulieren und eine ausformulierte Botschaft an deine Follower zu senden. Pro Tweet kannst du ein Video anhängen, standardmäßig mit einer Länge von 2:20 Minuten (140 Sekunden). Achtung: Schau dir ab und zu mal in den “Analytics” an wie lang sich die Leute deine Videos im Durchschnitt anschauen. Die geringe Aufmerksamkeitsspanne und der Wille sich mehrsekündige oder gar minütige Videos anzuschauen, ist gering. Es braucht dafür schon einen spannenden Videoaufbau mit Storytelling und eine starke Message, die auch mit deinen Followern resoniert. Tweete niemals ein Video ohne Text.
- GIF: Jeder kann beim Tweeten auf das GIF-Symbol klicken und aus einer Galerie an Millionen von animierten Bildsequenzen die passende für sich heraussuchen. GIFs eignen sich optimal, um Emotionen zu transportieren und um das eigene Profil etwas aufzulockern ohne dass man sich dabei den Content mühevoll selbst erarbeiten muss. Du darfst aussagekräftige GIFs ohne Text als Antworttweet posten. Bei Einzeltweets ist auch beim GIF ein Text wichtig.
- Link: Alles was im Internet einen Link hat, kann auf Twitter geteilt werden. Ist auf der jeweiligen Website ein (passendes) Bild hinterlegt? Umso besser, dann zeigt Twitter dies automatisch an und der Betrachter sieht gleichzeitig eine visuelle Komponente im Tweet. Dadurch muss sich die Person, die den Link twittert, nicht die Mühe machen, ein passendes Bild auszuwählen. So werden zudem Urheberrechtskonflikte vermieden. Selbst Youtube-Videos können durch das Einbetten des Youtube-Links direkt in der Twitter-App abgespielt werden. So kann für diejenigen, die einen Youtube-Kanal haben, Twitter auch eine wichtige Traffic-Quelle sein. Generell geht es bei Twitter ja auch darum den Traffic auf dem eigenen Blog, Vlog, der Website oder dem Podcast zu erhöhen. Da nicht jeder zu jeder Zeit an jedem Tag online ist, ist es prinzipiell kein Problem, wenn du auf einen Link mehrmals über mehrere Wochen, Monate und Jahre verweist. Wichtig ist dabei nur, dass du den Text oder den Call to Action individuell erstellst, ansonsten wirkt das lieblos und fühlt sich wie Spam an. Probier es doch mal aus deinen Traffic Dank Twitter anzukurbeln! =)
- Umfrage: Sie sind besonders gut geeignet, um mit deinen Followern zu kommunizieren und sie dazu zu motivieren mit deinem Content zu interagieren. Stelle in deinem Tweet eine Frage und lasse die Twitter-Nutzer anonym darüber entscheiden, welche der maximal 4 und minimal 2 Antworten für sie am stimmigsten ist. So kannst du mal für Humor, mal für ernsten Austausch oder beispielsweise auch für ein besseres Kunden- / Netzwerkverständnis sorgen.
- Audio: Du kannst beim Tweeten anstatt eines Fotos zum Beispiel auch Audiodateien aufnehmen. Die Tonspur, die du aufnimmst, kannst du dann als Tweet veröffentlichen und somit allen Twitternutzern bereitstellen. Probiere dieses Medium mal aus. Besonders häufig werden Audios allerdings nicht gepostet.
- Thread: (Verkettung deiner Statements in mehr als 280 Zeichen + ggf. Mediendateien)
- Hierbei handelt es sich nicht um einen einzelnen Tweet, sondern um eine fortlaufende Aneinanderreihung mehrerer miteinander verknüpfter Tweets. Nutze diese Funktion nur, wenn du wirklich gebündeltes Wissen weitergeben möchtest, aber nicht um einen Gedankengang lang und breit zu erklären. Jeder Tweet des Threads sollte eine knackige und interessante Information enthalten. Je mehr die jeweiligen Thread-Tweets auch für sich allein stehen können und je besser die Inhalte recherchiert sind sowie mit Zahlen, Daten und Fakten gefüllt, desto erfolgreicher wird dein Thread. Wenn der erste Tweet und das Thema eines Threads nicht überzeugt, lesen viele auch gar nicht erst den zweiten, geschweige denn den dritten oder vierten Tweet deines Threads. Das Wort Thread bedeutet übrigens auf deutsch Faden.
- Livestream: (Eine Videoübertragung in Echtzeit)
- Der Livestream, wörtlich übersetzt Direktübertragung, ist nicht unter “Einzeltweet” dokumentiert. Ich führe ihn als eigenständige Kategorie, da es hierbei besondere Dinge zu beachten gilt. Den Livestream startest du ganz normal dort wo du auch deine sonstigen Tweets absetzt. Twitter nutzt zur Übertragung jedoch ihre externe Anwendung Periscope. Du kannst die Videoübertragung in Echtzeit entweder über die App starten oder über einen Streaming-Anbieter wie zum Beispiel Streamyard, der dann jedoch wie gesagt auf Periscope streamt. Über den Webbrowser kann man momentan noch nicht livestreamen. So gehst du in der App vor: Derzeit ist es in der App so, dass du dort wo du deinen Tweet verfasst auf das Kamerasymbol klickst und dann unten rechts auf “Live” klickst. Dort kannst du auch deinen Text eingeben, dort sind jedoch nur ca. 250 Zeichen statt 280 Zeichen zulässig. Wenn du vorab deinen Tweettext als Beschreibung eingegeben hast, kann es sein, dass du den Text jetzt kürzen musst. Wenn du nun auf “Gehe Live” klickst bist du auch live und jeder kann dich auf Twitter sowie auf Periscope live sehen. Wunder dich nicht, dass plötzlich fremde Menschen einschalten. Sie werden über deinen Livestream auf Periscope aufmerksam gemacht. Während du live bist kannst du deine Kamera von den Selfie-Mode in den “Frontkamera”-Modus wechseln indem du auf den Screen doppelt tippst. Mittlerweile erlaubt dir die Twitter-Anwendung Periscope übrigens auch, dass insgesamt bis zu vier Leute gleichzeitig in einem Livestream online sind. Das ist wunderbar, denn auf Instagram sind es nur insgesamt 2 und auf Facebook bislang tatsächlich nur einer. Du als Livestream-Host (Gastgeber) kannst dir also 3 Gäste in deinen Livestram einladen ab dem Moment wo du online bist. Livestreams sind ein sehr wichtiges Social Media Tool, um deine Community zu erreichen, eine persönliche Bindung zu erzeugen und um sie an deiner Expertise teilhaben zu lassen. Darum erkläre ich dir das hier auch so ausführlich. Livestreams sind dann, wenn sie mehrere Tage und sogar Wochen vorher angekündigt werden, ein richtiges Highlight für dein Netzwerk. Nutze diese Chance und vergeude dieses tolle Potenzial nicht. Wichtig ist, dass du dir vorher überlegst wie du dieses Tool für dich und deine Mission einsetzen möchtest. Außerdem gilt es, so wie generell im Internet, Persönlichkeitsrechte und Urheberrechte zu wahren. Ein Livestream bei einem Konzert oder Musik im Hintergrund kann hier schon eine Urheberrechtsverletzung darstellen. Eine Liveübertragung auf dem Fußgängerweg, welche Passanten filmt, verletzt ggf. Persönlichkeitsrechte. Übertrage gern Livestreams aber bewusst, mit Plan und was natürlich auch nicht zu kurz kommen sollte, auf eine unterhaltsame Art und Weise. Alles weitere zum “Live” gehen auf Twitter via Periscope, erfährst du hier.
- Einzeltweet: (Dein Statement in 280 Zeichen + ggf. Mediendatei)
- Normaler Retweet: (Einen fremden Tweet teilen)
- Du kannst jeden Tweet, der von einem anderen Konto abgesetzt wurde, “retweeten”. Das bedeutet nichts anderes, als dass du den Tweet einer fremden Person auch auf deinem Profil zeigst und dass der Tweet somit auch deinen Followern gezeigt wird. Retweets sind der Grund warum man sogar eigene Follower aufbauen kann ohne jemals einen einzigen Tweet selbst formuliert zu haben. Wer vom Thema Content Creation (eigene Medien erzeugen) genervt ist, der ist bei Twitter sehr gut aufgehoben. Niemand muss für diese Plattform selbst Bilder (Fotos, Grafiken und Co) erzeugen oder sich dazu überwinden Videos zu machen, nur um Follower zu gewinnen und um ein vollwertiges Twitter-Mitglied zu sein. Ist das nicht schön? Eine zentrale Rolle hierbei spielen die Retweets.
- Retweet mit Kommentar: (Einen fremden Tweet mit eigenem Kommentar zitieren)
- Ein bisschen eleganter als der “normale Retweet” ist der Retweet mit Kommentar. Du zitierst also quasi das was du retweeten möchtest und fügst noch einen eigenen Text hinzu, welcher oben drüber angezeigt wird. Der ursprüngliche (fremde) Tweet wird verkleinert unter deiner textlichen Ergänzung, bzw. Bemerkung angezeigt. Der Vorteil ist, dass der Retweet auf der Startseite als dein Content wahrgenommen wird. Beim einfachen Retweet sehen deine Follower zwar auch die Mitteilung, aber es ist sehr schwer diesen Tweet mit dir als Person in Verbindung zu bringen. Normale Retweets ohne Kommentar bieten wenig Wiedererkennungswert und Verbindung mit deiner Person, aber sie eignen sich, um die “Message” (Botschaft des anderen profils) zu verbreiten. Retweets mit Kommentar eignen sich, um die dargestellte Botschaft differenzierter zu betrachten oder mit eigenen Worten zu bestärken. Der Wiedererkennungswert ist höher, da auf der Startseite dein Profilbild angezeigt wird und das ist ein wichtiger visueller Anker für deine Follower, um dich als Urheber zu identifizieren.
- Antworttweet: (Verfassen eines Kommentars unterhalb eines Tweets)
- Du möchtest anderen auf ihren Tweet antworten? Kein Problem! Auch das geschieht in Form eines Tweets. Hierbei antwortest du als Einzeltweet und dir stehen dabei auch die gleichen Optionen für Medienanhänge zur Verfügung (Text, Foto, Video, Umfrage, Link, GIF). Dieser Antworttweet erscheint im Vergleich zu den Retweets nicht auf deinem Hauptprofil, sondern unter “Tweets und Antworten”, sie werden also für gewöhnlich auch von weniger Leuten gesehen. Antworttweets sind immer ein guter Start, um mit für dich relevanten Netzwerkkontakten ins Gespräch zu kommen und um Beziehungsaufbau bzw. -pflege zu betreiben. Positiver Nebeneffekt von Antworttweets ist, dass du mit einer hohen Wahrscheinlichkeit auch von der Community dieser Person wahrgenommen wirst.
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Like:
Twitter hat sich dem Social Media Standard gebeugt und vor wenigen Jahren das “Herz” als Like eingeführt. Es dient für alle Twitter-User als ein Zeichen, um auszudrücken, dass man den jeweiligen Tweet mag (die deutsche Übersetzung von “to like”). Zuvor hieß es nicht “liken” sondern “favorisieren” und das Symbol war nicht das Herz, sondern der Stern. Äußerst schade, dass es den nicht mehr gibt. Aber was soll’s? Ändern können wir das vorerst eh nicht mehr so schnell. Als hier das 3 mal 3 des “Liken” auf Twitter:
- Aus Interesse: (Du “magst” den Content und er interessiert dich)
- Like von Herzen und vor allem aus ehrlichem Interesse. Dir gefällt was die Person getweetet hat? Dann wertschätze den Content mit einem Like. All deine Likes können von allen öffentlich auf deinem Profil eingesehen werden. “Keep that in mind” und like nur anständige Sachen, die du voll und ganz öffentlich unterstützen würdest. Behalte das im Hinterkopf, denn du möchtest keine unangenehmen Überraschungen erleben. 😉 Sprich mich an, wenn du dazu mehr wissen willst.
- Zwecks Netzwerken: (Du “magst” die Person und zeigst, dass du sie siehst)
- Du kannst auch Likes setzen, um die jeweilige Person auf dich aufmerksam zu machen, um im Gedächtnis zu bleiben, um Kontakte warm zu halten und um kalte Kontakte aufzuwärmen. Vermutlich passte für Twitter das rote wärmende Herz daher besser als der strahlend gelbe Stern? Ironie bei Seite: Auch im Falle des “Like zwecks Netzwerken” sollte der Inhalt auch deiner Meinung entsprechen und für dich stimmig sein. Du kannst das “Netzwerk-Like” auch gern mit einem Antworttweet kombinieren, falls es sich gerade passend anfühlt.
- Für die Strategie: (Du “magst” etwas erreichen und Likes sind Teil deiner Strategie)
- Bist du auf Twitter beruflich unterwegs? Hat deine eigene Firma Twitter? Dann zeig ein bisschen Support und Solidarität und lass ab und zu mal ein Like da. Sich Content auszudenken, ist immer ein kognitiv-kreativer Prozess und da darf man auch mal strategische Likes verteilen. Unternehmen können ihren Mitarbeitern übrigens auch gern Likes schenken und so zeigen “Ich sehe dich” und ich freue mich, dass du auch hier (auf Twitter) bist. Natürlich ist das nicht der einzige strategische Hebelarm für Unternehmen und Organisationen. In “LIFT your Company” geht es um viel viel mehr als das. Bitte nicht darauf reduzieren. 😉 Sich strategisch mit Likes zu unterstützen ist aber immer ein sehr guter Anfang. In LIFT your Company erarbeiten wir eine Strategie anhand der Schwerpunkte der jeweiligen Organisation und beteiligen die unterschiedlichen Keyplayer und da spielen die Mitarbeiter eine wichtige Rolle. Sie sind für das Social Media Netzwerk der jeweiligen Institution von besonders hohem Wert. Sollte dein Arbeitgeber das anders sehen, dann bring mich gern mit den jeweils verantwortlichen Personen in Verbindung, danke! 🙂
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Liste:
Meine geheime Wunderwaffe. Jeder, der sie nicht nutzt, ist selbst schuld. Listen sind mit das wertvollste Business-Tool, das Social Media zu bieten hat. Da ist es verwunderlich, dass sie nur bei einer dieser Netzwerkplattform anzutreffen sind: Twitter. Listen ermöglichen es dir einen Überblick über unterschiedliche Themen zu behalten, dein Netzwerk in unterschiedliche Gruppen zu clustern, deine Konkurrenz im Auge zu behalten – insofern du das möchtest und um, simpel ausgedrückt, einen Überblick zu behalten. Aber dazu gleich mehr. Doch was sind Listen eigentlich? Listen sind Filter. In der Übersicht der jeweiligen Liste siehst du nur die Tweets, die von den Mitgliedern der Liste abgesetzt wurden. Ich könnte jetzt lang und breit erklären welche Vorteile das mit sich bringt, aber ich denke, das erschließt sich dir selbst. Wichtig ist, dass du weißt, dass du durch das Führen oder Abonnieren von Listen den Personen in der Liste nicht folgen musst, um ihre Tweets sehen zu können. Die folgenden 3 Funktionsweisen haben Listen:
- Listen abonnieren: (Abonniere die öffentliche Liste eines fremden Accounts)
- Abonniere aktiv die Liste einer anderen Person und spare dir viel Zeit beim Zusammensuchen wichtiger Themen und passender Accounts. Nutze die abonnierte Liste von anderen, um über die Tweets der jeweiligen Gruppe informiert zu werden ohne ihnen selbst aktiv zu folgen. Du kannst Listen aber auch nutzen, um neue Netzwerkkontakte zu finden. Schaue dir die jeweiligen “Mitglieder der Liste” an und identifiziere interessante Accounts bei denen es sich lohnt ihnen zu folgen. Auch so kannst du dein Netzwerk erweitern.
- Zu Liste hinzugefügt werden: (Jemand anders fügt dich als Mitglied zu seiner öffentlichen Liste hinzu)
- Neben dem Abonnieren besteht auch die Möglichkeit, dass andere dich ihren Listen hinzufügen. Sieh das nicht als Bedrohung, sondern als pure Wertschätzung an. Sei dankbar und bedank dich beispielsweise bei der Person mit einer Direktnachricht, einem Follow/-Back oder einem Tweet. Auch stille Dankbarkeit ohne Interaktion ist in Ordnung, jedoch auch eine verschenkte Netzwerkgelegenheit. Wenn dich Personen einer ihrer öffentlichen Listen hinzufügen, heißt das meistens, dass du die Leute inspirierst oder dass du in dem Bereich als Experte wahrgenommen wirst. Wie gesagt, es ist kein Grund zur Aufregung, sondern eine Netzwerkchance. Setze einen Tweet auf, bedanke dich bei der Person und schlage ihr zum Beispiel weitere potenzielle Mitglieder für die Liste vor. Be proud and happy. Pro-Tipp: Wenn du in Listen aufgenommen werden willst, dann bietet es sich oft an, die jeweiligen Personen zuerst einer Liste hinzuzufügen. Wenn du Glück hast, wirst du von der jeweiligen Person dann auch einer Liste zugeordnet, quasi als Danke-Reaktion auf deine Tat. Ist mir schon oft passiert, das ist ein Tipp aus der Praxis. Genauso kannst du dich übrigens auch bedanken. Wie erfährst du im nächsten Absatz unter “Öffentliche Liste”.
- Eigene Liste erstellen: (Anlegen eigener privater und öffentlicher Listen)
- Private Liste: (Listen, die nur du selbst sehen kannst)
- Du kannst natürlich auch eigene Listen erstellen. Du hast dabei immer die Wahl, ob sie nur für dich einsehbar sind (privat) oder öffentlich sichtbar für alle. Stellst du eine Liste auf privat, so weiß niemand außer dir selbst, dass die Liste existiert. Private Listen eignen sich private Themen und Netzwerke zu sortieren und um sich besser zu organisieren ohne dabei gleich jeden an den eigenen Interessen teilhaben zu lassen. Fragst du dich jetzt was damit gemeint ist? Sei es eine Markt-, Konkurrenz- oder Trendanalyse, ein privates Hobby oder eine Liste zur Meinungsbildung oder Recherche eines bestimmten Themas. Listen dienen zur Netzwerk- sowie Themenorganisation und Dokumentation. Mit der Verwendung von Listen kannst du Twitter zu einem wertvollen Tool machen ohne, dass jemand davon etwas mitbekommt oder weiß woran du genau arbeitest. Private Listen helfen dir dabei im öffentlichen Bereich des Netzwerks eine klare Botschaft zu senden. Dein “Folge ich” wird nicht zur Massensammlung unterschiedlicher Themen und Accounts und du wirst weniger zum “Themenhopping” verleitet, weil du dich gezielt über die Listen zu den unterschiedlichen Themen informierst. Durch die Behandlung zu vieler unterschiedlicher Themen (zur gleichen Zeit) könnte es sein, dass deine Personenmarke schwammig und wässerig wird und keiner so recht weiß, wofür du stehst. Dies resultiert automatisch darin, dass andere dir seltener folgen. Für sie ist der Mehrwert nicht klar ersichtlich. Listen kannst du außerdem zur effektiven Kundenbindung einsetzen, indem du eine Liste für deine Kunden anlegst. Warum hast du dir schon im Punkt “Like zwecks Netzwerken” durchgelesen. Es gibt noch viele weitere Gründe für private Listen, doch dazu ein anderes Mal mehr.
- Öffentliche Liste: (Listen, die alle sehen und abonnieren können)
- Öffentliche Listen haben eine ähnliche Funktion wie private Listen mit dem Unterschied, dass du für diese Themen und Netzwerke in der Öffentlichkeit wahrgenommen werden möchtest. Jede Person, die du einer öffentlichen Liste hinzufügst, bekommt eine Benachrichtigung darüber, dass du sie der Liste hinzugefügt hast. Der Typ öffentliche Liste eignet sich herausragend für’s Netzwerken, um Mehrwert auch für andere zu stiften und um in dem jeweiligen Gebiet als Experte identifiziert zu werden. Du musst in dem jeweiligen Listenthema nicht immer Experte sein, aber es sollte zumindest ein starkes Interesse deinerseits hinter der jeweiligen Liste stecken. Denk an das was wir unter dem Punkt “Zu Liste hinzugefügt werden” gelernt haben. Es ist eine Ehre einer Liste hinzugefügt zu werden und viele bedanken sich mit einem Follow (Back). Es bietet sich an den Netzwerkaufbau, also das Folgen von Accounts mit der Pflege von Listen zu verbinden. Probier es unbedingt mal aus! =)
- Private Liste: (Listen, die nur du selbst sehen kannst)
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Follower:
Du hast es vermutlich bereits mitbekommen. Du baust auf Twitter dein Netzwerk auf indem du anderen Accounts folgst, im Idealfall folgen sie dir nämlich auch zurück. Ich möchte das Thema “Follower” hier auch mal kurz anreißen.
- Selber folgen: (Du klickst auf “Folgen” und wirst zum Follower)
- Folge Accounts, deren Content dich interessiert und denen, die für dein Netzwerk wichtig sind. Wähle gezielt passende Accounts zum Folgen aus bei denen eine reelle Chance besteht, dass sie sich auch für dich interessieren. Großen Accounts, berühmten Persönlichkeiten und unbeliebten US-Präsidenten zwecks Meinungsbildung zu folgen, muss ehrlich gesagt nicht sein. Hier reicht es eine Liste zum passenden Oberthema anzulegen und die entsprechenden Accounts dort hinzuzufügen. Versuch dir unter “Folge ich”, einsehbar auf deinem Profil, wirklich eine Community und ein Netzwerk aufzubauen, welches auf gegenseitiger Wertschätzung beruht. Es ist zwar nett Stars zu folgen, aber dein Netzwerk profitiert dadurch nicht. Findest du eine Person wirklich sympathisch und inspirierend, dann unterstütze sie mit einem “Follow”. Der “Bild”, “Trump”, “RWE” und der “AFD” brauchst du nicht folgen, um dir deine Meinung zu bilden. Das geht viel besser mittels Listen. Es bringt nichts, wenn du Populisten folgst, um dich über sie aufregen zu können. Leider bezweckst du dadurch sogar Gegenteiliges, die Reichweite dieser Person vergrößert sich sogar noch durch dein Zutun. Folge wirklich nur Accounts wo du sagst, dass es sich lohnt die Reichweite der Person positiv zu vergrößern. “Selber folgen” steht hier bewusst vor dem Punkt “Follower bekommen” an erster Stelle, denn niemand wird dir folgen, wenn du am Anfang nicht die ersten Schritte vorlegst und selbst “sozial” aktiv wirst. Wenn dir Accounts zuerst folgen, dann prüfe, ob der Account auf irgendeine Art und Weise relevant für dein Netzwerk sein kann. Denn erst in dem Moment in dem du zurückfolgst, entsteht ein Match. Folgst du jemandem zurück, so sendest du die klare Botschaft, dass du an der Person ebenfalls interessiert bist. Folgst du nicht zurück, so wunder dich nicht, dass die Person dich nicht als Netzwerkkontakt wahrnimmt und dir gegebenenfalls mangels Interesse an ihrer Person wieder entfolgt. Das heißt jedoch auch nicht, dass du jedem zurückfolgen musst, sondern dass du darauf achten solltest Menschen, die sich mit dir vernetzen wollen auch wertzuschätzen. Wenn du dazu mehr wissen willst, kannst du mich gern antwittern oder mal testen, ob ich dir zurückfolge. Wer mich persönlich bittet, dass ich ihn/sie in mein Netzwerk aufnehme, der wird nicht abgelehnt. Es sei denn du gehörst zur Kohle/Alkohol/Zigaretten/Öl-Lobby oder bist Rassist und siehst nicht den Bedarf das zu ändern. Du möchtest ein Mindset-Training, um zum Beispiel aus der Auto- in die Fahrradbranche zu wechseln? Dann bewerbe dich für eine Beratung, in besonderen Fällen lasse ich mich dazu hinreißen.
- Follower bekommen: (Jemand anders folgt dir und wird zu deinem Follower)
- Du bekommst dann Follower, wenn deine Biografie aussagekräftig ist, wenn dein Content interessant und relevant ist und wenn du (unschätzbar) wertvoll für das Netzwerk der anderen Person bist. Doch besonders am Anfang deiner Twitter-Aktivitäten folgen dir andere erst, wenn du ihnen zuerst gefolgt bist. Wenn sich zwei Accounts gegenseitig folgen, kann man davon ausgehen, dass das Interesse füreinander auf Gegenseitigkeit beruht. Kann es etwas schöneres auf einer Social Media Plattform geben als gegenseitige Wertschätzung? Zwar solltest schon darauf achten, dass die Anzahl an Menschen, der du folgst, ungefähr der entspricht, die dir folgt. Aber gerade am Anfang sind 200 Follower deinerseits mehr erstmal kein Problem. Follower bekommst du auch, wenn man dich erwähnt und vor allem auch dann, wenn du mit dem Content deiner “Wunschfollower” interagierst. Achte auch auf die folgenden vermeintlichen Kleinigkeiten: Liken fremde Accounts deinen Tweet? Dann zögere bitte nicht ihnen zu folgen, insofern dies für dich sinnvoll erscheint. Immerhin hat die Person schon einmal bewiesen, dass sie deinen Content interessant findet. Twitter-Kontakte sind wertvolle Multiplikatoren deines Contents und auch wenn sie im ersten Moment nicht deiner Zielgruppe entsprechen, heißt das ja nicht, dass du durch sie nicht doch an deine Zielgruppe kommst. Aber das gehört schon zum Wissen für Fortgeschrittene. Fazit: Lass dich nicht “zum Jagen tragen” und Folge potenziellen Followern proaktiv. Sei außerdem so fair und folge bitte tatsächlich auch zurück. Denn das ist sozialer, nachhaltiger und motiviert die Person tatsächlich auch dein Follower zu bleiben (wegen gegenseitiger Wertschätzung).
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Direktnachrichten:
Auf jeder Social Media Plattform gehört ein Messengersystem (eine Chat-Funktion, um Nachrichten auszutauschen) dazu. 1 zu 1 Unterhaltungen sind schließlich das A und O einer jeden Beziehungspflege. Während man auf Instagram und Facebook per Voreinstellung generell jedem schreiben kann und Linkedin diese Möglichkeit grundsätzlich nur Accounts zur Verfügung stellt, die untereinander bereits vernetzt sind (mit einer kleinen Ausnahme – finde in meinem Linkedin-Artikel heraus welche), gibt es auf Twitter eine Zwischenlösung. Hier erfährst du wie man auf Twitter Privatnachrichten (PN) oder auch Direktnachrichten (DM) verfasst:
- Du folgst dem Account: (Per Standardeinstellung kannst du nur DM’s an Accounts schicken, die dir folgen)
- Du entscheidest selbst, ob dich jeder kontaktieren darf oder ob nur diejenigen, denen du folgst, dir auch tatsächlich schreiben dürfen. Letzteres ist die Standardeinstellung, um dich vor Spam zu schützen. Nutze die Direktnachrichten verantwortungsbewusst. Der Eindruck, den du hier hinterlässt, ist womöglich bleibender, als das was du mit deinen Tweets und deiner Biografie aussagst. Ich möchte jetzt keine Negativbeispiele für Spam, Bot und Massennachrichten bringen. Nutze diese Funktion verantwortungsbewusst und belasse es am besten bei dieser Standardeinstellung. Wenn du jemandem schreibst, dann sollte der Mindeststandard eine Nachricht mit einer personalisierten Begrüßung: “Hallo (Name der Person),…” sein. Nutze Direktnachrichten auch, um Dinge zu klären, die in Tweets bei deinem Gegenüber missverständlich angekommen sind.
- Dein Nachrichtenpostfach für jeden Account öffnen: (Du kannst auch einstellen, dass dir grundsätzlich jeder Account Nachrichten schicken darf)
- Diese Option müsstest du unter Einstellungen ankreuzen und somit bewusst und eigenhändig aktivieren. Diese Auswahl sorgt dann dafür, dass dich jeder direkt kontaktieren kann, ohne dass du vorab dein Interesse an dem Account durch das vorherige Folgen bekundet hast. Im Business-Bereich kann das Sinn machen, um schnell und einfach erreichbar zu sein. Sobald die Funktion jedoch zu oft durch unrelevante Kontaktanfragen missbraucht wird, würde ich sie aber ausschalten. Denn schließlich können sie dich mit ihrem Anliegen ja auch einfach “antweeten”, indem sie dich in einem Tweet markieren.
- Gruppennachrichten: (Füge eine Gruppe Menschen einem Gruppenchat hinzu)
- Man kann auf Twitter auch Gruppennachrichten schreiben. Unabhängig davon ob die eingeladenen Chat-Teilnehmer sich gegenseitig folgen, darf der Nachrichteninitiator alle Twitterkontakte hinzufügen von Personen, die ihm folgen. Bitte gehe sehr verantwortungsbewusst mit dieser Funktion um und lass dich beim “Tweet senden an” nicht irritieren. Spätestens wenn du es ein Mal falsch gemacht hast, weißt du was ich dir hier sagen wollte. Gruppenchats sind etwas für organisiertes Netzwerken und bedürfen einer wohl überlegten Aktion und Zielsetzung. Für den Anfang brauchst du die Funktion nicht unbedingt. Sei bitte tolerant, wenn dich andere in Gruppenchats einladen in denen du nicht sein möchtest. Tritt aus, bleib respektvoll und verschwende bitte keinen unnötigen Gedanken des Grolls daran. Vielleicht hat sich jemand einfach nur vertan? Es kann sehr gut sein, dass dir das eines Tages auch passiert. 😉
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Sonstiges:
Neben den bereits genannten Funktionen, welche zum täglichen Umgang mit Twitter gehören, gibt es auch ein paar, die man seltener nutzt, bzw die noch nicht genannt wurden. Manche Funktionen spielen für viele eine untergeordnete Rolle, man sollte sie jedoch kennen, weil sie tatsächlich wertvoll sein können. Hashtags und Markierungen sind zwei sehr wichtige Funktionen von Twitter, darum erkläre ich sie zuerst.
- Markierungen: (Du erwähnst andere in deinem Tweet indem du sie mit einem @-Zeichen + Username markierst)
- Auf Twitter berichten wir nicht über Themen und News, sondern wir reden MITeinander über diese Themen und News. Das erfordert, dass wir uns die Meinung oder Expertise anderer Plattformnutzer einholen. Dies machen wir indem wir die jeweilige Person in unserem Tweet markieren. Diese Markierung wird mit dem @ erzeugt. Bei Eintippen der ersten Buchstaben des Benutzernamens hilft dir Twitter bereits mittels Vorschlägen die jeweilige Person zu finden. Dies erfordert natürlich, dass du dir den Nutzernamen merkst. Nach der Eingabe von ein paar Zeichen bietet dir Twitter an auch nach der Person oder Organisation zu suchen. Dort kannst du dann auch versuchen über den Namen den jeweiligen Account zu finden. Jetzt kannst du nachvollziehen, dass je weiter dein User- bzw. Name von deinem Klarnamen entfernt ist und je fiktiver das ganze wird, dass es dann schwer ist dich zu markieren. Bleib daher nah an deinem natürlichen Namen, du tust vor allem anderen dadurch einen gefallen und du selber wirst als Resultat dessen öfter markiert werden, versprochen!
- Hashtag: (Alle schreiben zum gleichen Thema, indem das jeweilige Schlagwort mit einer Raute # vor dem Wort markiert wird)
- Klingt auf den ersten Blick komisch, aber Hashtags sind Räume! Bitte versuch dir Hashtags auf Twitter als virtuelle ThemenRÄUME vorzustellen. Jeder, der etwas zu einem konkreten Thema beitragen will, kann das an diesem Ort tun. Oft hängen Hashtags, Begriffe die mit einer # (Raute) vorneweg markiert sind, auch mit Veranstaltungen unterschiedlicher Art zusammen, also echten Treffen im physischen Raum. Mittlerweile hat jede Messe, fast jede Konferenz und selbstverständlich jedes Barcamp einen eigenen Hashtag. Sinn und Zweck ist, dass sich alle Teilnehmenden virtuell austauschen können. Dies gelingt über Twitter einmalig gut, da die Zeichenbegrenzung einen dazu zwingt sich kurz zu fassen und das führt wiederum zu einem höheren Tweet-Volumen. Ein hohes Volumen ist für eine Veranstaltung sehr zuträglich, da dadurch aus unterschiedlichen Perspektiven von mehreren Teilnehmern wertvolle Momente eingefangen werden. Ich nenne das “Participant-Generated-Content”, was eine Form des “User Generated Contents” ist. Es gibt auch Hashtags von Bewegungen und Demonstrationen, Hashtags zur Erzeugung von Solidarität, welche als Resonanzraum dienen und Hashtags zu Fachthemen. Hashtags sind stets Austauschräume und es lohnt sich auch eigene “Markenräume”, “Aktionsräume” oder “Expertenräume” zu entwickeln in denen du dich gemeinsam mit anderen unterhältst. Ich kann dir nur empfehlen ein Mal an einem Barcamp teilzunehmen, danach kommt dir das Wort Hashtag nicht mehr spanisch vor, sondern es fühlt sich nach Sichtbarkeit, Community und Wissen teilen an.
- Lesezeichen: (Tweet-Speichern-Funktion)
- Viele fragen sich “Kann man Tweets auch speichern?”. Die Antwort ist seit kurzem: “Ja! Du kannst dir einzelne Tweets zu deinem Lesezeichen hinzufügen, so sind sie alle gespeicherten Tweets an einem Ort und jederzeit nur für dich persönlich einsehbar.”. Sammlungen, um sie zu clustern, bzw. kategorisieren, gibt es aber leider noch nicht. Ich persönlich hoffe, dass sich das bald ändert und dass die Lesezeichen-Funktion um die Möglichkeit Sammlungen zu erstellen ergänzt wird. Probier diese Funktion gern mal aus, sie kann echt hilfreich sein, um sich einzelne Informationen aus Tweets zu merken.
- Analytics: (Das kostenfreie, integrierte Analyse-Tool von Twitter)
- Du kannst deine Twitter Aktivitäten selbst sehr gut monitoren, indem du in der Browser-Anwendung auf “Analytics” klickst. Dort kannst du aktuelle Zahlen, Daten und Fakten über deine erzielten Interaktionen, Impressionen und Followerzahlen erhalten. Außerdem kannst du dir anschauen wie gut deine eingesetzten Medien bei deinen Followern ankommen. Das bezieht sich auf die durch dich veröffentlichten Fotos und Videos in Verbindung mit den jeweiligen Daten. “Analytics” ist übrigens auch der Zugang zum Conversion-Tracking und zu den Twitter-Werbeanzeigen. Aber das ist etwas für Unternehmen und Selbständige, die Geld in den Aufbau ihrer Kanäle und die Vermarktung ihrer Tweets stecken wollen.
- Trends & Themen: (Themenvorschläge von Twitter einsehbar unter “Entdecken”)
- Eine wichtige Twitter-Funktion sind die “Trends”, denn hier zeigt dir Twitter welche Schlagwörter derzeit stark diskutiert werden. Trends sind nicht universell, sondern personalisiert und stark an der Region und Nation orientiert. Sowohl die “Trends” als auch die “Themen” werden dir in der App sowie im Browser vorgeschlagen. Welche das sind, ermittelt Twitter anhand deiner Twitternutzung und der der anderen Millionen von Usern mittels künstlicher Intelligenz. Welche Themen und Trends dir angezeigt werden, kannst du nur sehr bedingt und bis zu einem gewissen Grad durch dein Userverhalten mitbestimmen. In der Anleitung von Twitter steht zwar, dass du den vorgeschlagenen Themen entfolgen kannst, aber du darfst sie dir Stand heute nicht selbst, aktiv aussuchen. Mir gelingt es nicht die Themen so einzustellen wie Twitter es hier beschreibt. Wenn du es herausfindest, lass es mich gern wissen.
- Moments: (mysteriöse Funktion, die wenig bringt)
- In meinen Augen unnütze Funktion bei der ich nach mehreren Jahren nicht sagen kann wozu sie dient und sie ist mir schlichtweg auch noch nie begegnet. Wenn du mich vom Gegenteil überzeugen willst, nur zu. Hier findest du die Erklärung von Twitter, viel Glück.
- Account schützen: (Privatsphäre-Einstellung, die dafür sorgt, dass nur von dir bestätigte Follower deine Tweets sehen können)
- “Kann ich meine Tweets davor schützen, dass fremde Accounts sie sehen?” Ja das ist auf Twitter möglich, du kannst dein Profil schützen, was bedeutet, dass alle, die dir nicht “Folgen” deine Tweets auch nicht sehen können. Wenn dir jemand folgen will, wird dir in diesem Fall eine Anfrage geschickt und der jeweilige potenzielle Follower muss so lange warten. In dem Moment wo man einem geschützten Account begegnet und rot signalisiert bekommt, dass die Kontaktanfrage “ausstehend” ist, überlegt man sich meist ob es das wert ist und dann entfolgt man häufig schnell wieder, bevor du die Anfrage überhaupt annehmen konntest. Seinen Account zu “schützen” widerspricht leider tatsächlich den Werten Transparenz und öffentlicher Dialog, welche bei Twitter einen sehr hohen Stellenwert genießen. Wer diese Privatsphäreeinstellung nutzt, zeigt wie verschlossen seine Persönlichkeit ist und was man dadurch erntet ist, dass einem nur wenige Acounts folgen. Solang du nicht auf Twitter bist um Leute auszuspionieren oder exkliusiven Content anbietest, solltest du von dieser Einstellung die Finger lassen und ehrlich, offen und transparent auf einem öffentlichen Profil kommunizieren. Kaum ein “Anfänger” löst auf Twitter einen Shitstorm aus, dafür ist das öffentliche Interesse einfach viel zu gering. Aber solltest du einer gesellschaftlichen Minderheit angehören oder zu plötzlichem Ruhm und Ehre kommen, was auf Twiter vielen missfällt, dann ist diese Einstellung womöglich ein Ruhepol und tatsächlich ein Schutz vor denen, die dir nicht folgen und die dir in dem Moment das Leben schwer machen.
Das war jetzt eine sehr ausführliche Aufzählung der unterschiedlichen Twitter-Funktionen. Nun ist es an der Zeit auch wirklich in die Umsetzung zu gehen!
Daher meine Bitte an dich – von Herzen – damit du in dein volles Twitter-Potenzial kommst:
Probiere jede der genannten Funktionen mindestens ein Mal aus!
Wenn du dir die Zeit nimmst über mehrere Wochen jeweils 2 bis 5 mal für 15 Minuten aktiv auf Twitter zu sein, dann besteht die Chance, dass du Stück für Stück in den Genuss der Vorzüge dieser Plattform kommst. Ohne dieses Zeitinvestment, gekoppelt an die Bereitschaft etwas über dich, deine Expertise und Gedankenwelt Preis zu geben, wirst du weder …
- Relevanz aufbauen, welche erst dafür sorgt, dass dir Accounts folgen
- Noch mit deiner Expertise überzeugen
- Geschweige denn einen Nutzen von Twitter für dich und dein Leben erkennen.
Und das ist natürlich nicht Sinn der Übung und Zweck dieses Artikels. Du bist so weit gekommen, dieser Artikel hat über 8.000 Wörter, lass das Wissen nicht ungenutzt verpuffen.
So nutzt du Twitter erfolgreich
Die folgenden Erfolgsaussichten bieten sich beim aktivem Einsatz von Twitter:
- Bleib “Up To Date”: sowohl was deinen Beruf angeht als auch Politik, Wirtschaft & Co
- Werde sichtbar und erzeuge Aufmerksamkeit für deine Herzensthemen
- Erschaffe dir Möglichkeiten, die ohne Twitter unmöglich scheinen: Idole interviewen, als Speaker eingeladen werden, selbst interviewt werden im Radio, Fernsehen oder für eine Zeitung, interessante Persönlichkeiten treffen, selbst zum Vorbild werden, und vieles mehr. Das ist mir persönlich alles schon Dank Twitter ‘zugeflogen’, bis auf das mit dem Radio, aber dafür bin ich in Podcasts und auf einem Magazin-Cover gewesen. ;-P
Ich wünsche mir, dass du nach diesem Blogartikel deine Berührungsängste (siehe Abschnitt “häufige Probleme”) und erschwerenden Glaubenssätze beiseite legen kannst. Stattdessen wünsche ich dir Folgendes:
Dass du dich mit Spaß, Neugierde und Interesse einbringst. Dann wirst du es auf Twitter weit schaffen. Nirgendwo zählt das Prinzip “Der Weg ist das Ziel” so sehr wie auf Twitter. Erfreue dich an deinem Lebens- und Berufsweg, lasse andere daran teilhaben und baue mit Freude und Leichtigkeit ein großes und wertvolles Netzwerk anhand deiner Interessensgebiete und beruflichen Schwerpunkte auf.
Also Los! Worauf wartest du? Du weißt jetzt alles rund um den Start mit Twitter und kannst jetzt kinderleicht durchstarten.
Ich wünsche dir ganz viel Erfolg und vergiss nicht dich mit mir zu vernetzen! Mein Account lautet: @joscchh [Link] und ich freue mich über eine Markierung in einem deiner Tweets! 🙂
Alles erdenklich Gute und danke für’s Lesen,
Deine Johanna